Drei-Seen-Tour
Im Auto zu den schönsten Seen rund um den Gardasee
So macht Autofahren Freude: auf engen, kurvenreichen Straßen, durch dunkle Tunnels und über ausgesetzte Wegstrecken und das in einer einfach atemberaubenden Umgebung. Bei der Drei-Seen-Tour zum Lago di Valvestino, Lago d’Idro und Lago di Ledro wird Autofahren zum Abenteuer und jede Rast zum Landschaftsgenuss.
Die knapp 90 km lange Tour beginnt in Gargnano, am Südwestufer des Gardasees. Die erste Strecke bis zum Lago di Valvestino hat es in sich: engste Straßen, steile Passagen, nervenaufreibende Kurven und spektakuläre Tiefblicke machen diesen Wegabschnitt zum Spannendsten für Autofahrer und zum 30 km langen Schrecken für Empfindliche. Belohnt werden Autofahrer und Mitfahrer am Stausee Valvestino. Der See ist tief grün, genauso wie die Hügellandschaften drum herum. Die verschiedenen Farbnuancen sind einfach traumhaft und eignen sich perfekt zum Fotografieren. Zum Picknick sollte man sich jeweils auf die Halteplätze hinter die beiden Brücken begeben.
Zum Lago d’Idro geht es von Molino di Bollone weiter. Dort folgen Ausflügler der Straße Richtung Capovalle. Es geht über den 1020 m hohen Passo San Rocco und in recht alpine Landschaften. Nach 25 km Fahrt auf kurvenreichen Straßen geht es steil hinunter nach Crone am Lago d’Idro. Halbzeit ist hier angekommen angesagt: ein erfrischendes Bad im See und ein schönes Mittagessen am Ufer haben sich jetzt alle verdient.
Nach der wohlverdienten Pause geht es nun an der Uferstraße weiter nach Ponte Caffaro im Norden des Lago d’Idro Sees. Hier fährt man über Richtung Osten nach Storo, wo im Ortskern für bäuerliche Verhältnisse hohe Häuser ins Auge fallen. Die letzten Stockwerke dieser Häuser dienten als offene hölzerne Trockenböden zur Lagerung von Mais. Die Gegend um Storo im Trentino ist seit jeher für den Maisanbau bekannt. Lokale Spezialität ist daher auch Polenta (Maisgrieß).
Die Fahrt geht nun von Storo weiter durch wilde und schluchtenreiche Landschaften. Hier findet man viele zerstreute Kalköfen, da aufgrund der schweren Erreichbarkeit der Gegend, Baumaterialien selber geschaffen werden mussten. Ebenfalls auffällig: die vielen Sägewerke auf dem Weiterweg zum Lago di Ledro. Kaum dort angekommen, verliebt man sich sofort in die zauberhafte Landschaft und dem kleinen See mittendrin. Die Gegend ist perfekt zum Wandern und Mountainbiken und als Ausflugsziel sehr beliebt. Sehenswert ist das Pfahldorfmuseum in Molina di Ledro. Es zeigt eine fast 4.000 Jahre alte Pfahldorfsiedlung.
Die Drei-Seen-Tour ist einfach traumhaft und wärmstens zu empfehlen. Wer mag, kann den Ausflug auf drei Tage verlängern: ein Tag für jeden See, um versteckte Plätzchen zu entdecken und Land und Leute abseits des Gardasee-Tourismus kennen zu lernen.
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