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Sehenswürdigkeiten in Sirmione
Altstadt
Gemeinsam mit der Piazza Carducci bildet die Hauptstraße Corso Vittorio Emanuele das Herz der Altstadt. Einladende Cafés, Gelaterie, Geschäfte und noble Boutiquen reihen sich aneinander und ob Haupturlaubszeit oder nicht, hier muss man immer mit regem Treiben rechnen. Weitaus weniger frequentiert, doch nicht minder sehenswert sind die verwinkelten Gässchen hinter dem Skaliger-Kastell, wo man an der Pfarrkirche und an Olivenhainen vorbei bis zu den Grotten des Catull spazieren kann.
Skaliger-Kastell
Mit ihren Türmen, Zinnen, Zugbrücken und Mauern gehört die Wasserburg am Eingang der Altstadt zu den beliebtesten Fotomotiven von Sirmione. Sie wurde um 1250 unter Mastino I della Scala erbaut, später von den Venezianern übernommen. Da der Komplex vornehmlich als Kaserne Verwendung fand, gibt es im Inneren relativ wenig zu sehen. Dafür ist die Festung architektonisch umso interessanter, vor allem der 30 m hohe Hauptturm mit besonders schönem Seeblick oder der befestigte Hafen. Trotz der Idylle, die man heute vorfindet, war dieser Ort Schauplatz einer blutigen Geschichtsepisode, als hier im 13. Jahrhundert zahlreiche Anhänger der religiösen Gemeinschaft der Pataria grausam hingerichtet wurden.
Santa Maria Maggiore
Zur Pfarrkirche Santa Maria Maggiore auf einem Hügel im Osten von Sirmione gelangt man über die Via Antiche Mura, den Weg der alten Stadtmauern. Der Sakralbau aus dem ausgehenden 15. Jahrhundert steht auf den Fundamenten einer langobardischen Kirche und verfügt über eine Vorhalle mit römischen Säulen, Fresken, einen Marmoraltar sowie eine schöne Orgel.
San Pietro in Mavino
Das Kirchlein aus dem Frühmittelalter liegt etwas abgelegen und versteckt in einem Oliven- und Zypressengarten im nördlichen Teil der Altstadt. Sie geht auf langobardische Mönche zurück und hat ein byzantinisch anmutendes Fresko, das am Beginn des 14. Jahrhunderts entstanden ist. Auch der Innenraum ist mit sehr schönen Wandmalereien geziert. Neben der Kirche steht eine Glocke für die Soldaten, die in den Weltkriegen gefallen sind.
Grotten des Catull
Mit Felshöhlen haben die Grotten des Catull vermutlich genauso wenig zu tun wie mit dem römischen Dichter. Vielmehr handelt es sich um die weitläufigen Ruinen einer antiken Villenanlage an der Spitze der Halbinsel. Die Namensherkunft ist bis heute nicht genau geklärt und auch über den Verwendungszweck ist man sich bislang uneinig, wobei die Vermutungen von Landhaus über Palast bis hin zu Therme reichen. Die ehemals mehrstöckigen Gebäude sind eingestürzt und zum Teil überwuchert, können jedoch ohne Weiteres besichtigt werden. Am Eingang der Grotten des Catull findet man heute außerdem ein Antiquarium mit Mosaiken und Fresken.
Kalkterrassen
Ebenfalls am äußersten Rand der Landzunge trifft man auf eine außergewöhnliche geologische Formation: Das Ufer wird hier von einem bis zu 100 m breiten Ring aus Kalkplatten umfasst. Die weißen Platten liegen nur wenig unterhalb der Wasseroberfläche und lassen das kühle Nass hellblau-türkis leuchten.
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