Der Palast nahe beim Hafen wurde von den Scaligern im 13. Jh. erbaut, die unverwechselbaren Zinnen verpassten ihm die Venezianer; Ende des 15. Jh. residierten dort die venezianischen Gouverneure.
Heute ist hier das Rathaus untergebracht. Der Palazzo liegt direkt neben dem Fremdenverkehrsamt und ist normalerweise für besucher nicht zugänglich. Doch hin und wieder finden Austellungen statt, dann sollte man nicht versäumen, dem schönem Gebäude und auch dem kleinen Palmengarten direkt am See einen Besuch abzustatten.
Die einschiffige Barockkirche von 1729 ist keine große kunsthistorische Besonderheit, interessant ist jedoch die Kreuzabnahme von Girolamodai Libri. Der Eingang liegt etwas versteckt an der Seite bei der Sonnenuhr.
Das gesamte Scaligerkastell ist ein Museum. Der Teil im Palazzo Inferiore von 1620 im untersten Hof informiert über Flora, Fauna und Geologie des Monte Baldo und erklärt, wie die Venezianer im 15. Jh. Galeeren über den Landweg in den Gardasee brachten. Der Goethe-Raum zeigt Kopien der Gardaseezeichnungen des Geheimrats.
Die Eremitage der beiden Einsieler Benigno und Caro liegt beim Ortsteil Cassone. Sie ist in einer zweistündigen Wanderung von der Mittelstation der Seilbahn von Malcesine zu erreichen, der Weg ist ausgeschildert. Die Kirche ist zwar nur am 26. Juli geöffnet (an diesem Tag findet eine Prozession statt), doch ist der Ort ein schönes Plätzchen für ein Picknick mit toller Aussicht.