Am Südufer des Gardasees treffen Sie auf zwei Extreme: Da ist zum einen das Städtchen Desenzano, ein lebhafter Ort, in den selbst die Italiener aus der Umgebung zum Shopping fahren. Am Wochenende finden sich hier vor allem die jüngeren Gäste und Einheimischen zum Ausgehen zusammen.
Ganz anders ist Sirmione, eigentlich ein kleines Dorf, dessen Gassen zwar tagsüber vom Stimmengewirr der vielen Besucher widertönen, abends hingegen wird es hier geradezu beschaulich.
So anziehend der Süden des Gardasees heute für Besucher ist, so heiß und umkämpft ist er früher gewesen. Im 13. Jh. wurde die Bevölkerung Sirmiones fast ausgerottet. Da sie der Ketzerei verdächtigt wurde, ließ ein grausamer Scaligerherrscher ein Blutbad anrichten, und wer überlebte, wurde auf Scheiterhaufen in der Arena von Verona verbrannt. 1859 kämpfte Italien gegen Österreich um die Einigung als Nationalstaat erneut auf den auf den Schlachtfeldern Solferinos.