Schlösser & Ansitze am Gardasee
Herrschaftliche Bauten aus alten Zeiten
Rund um den Gardasee befinden sich jede Menge Schlösser und Ansitze. Sie ragen elegant auf steilen Felsvorsprüngen in die Höhe oder grenzen mit ihren befestigten Mauern an das Ufer des Sees. Schon in der römischen Antike interessierten sich viele Mächte um das Gebiet rund um den Gardasee, Römer, Germanen und Adelsfamilien demonstrierten hier ihre Vormachtstellung und ihren Reichtum.
Die Spuren der bewegten Vergangenheit sind rund um den Gardasee heute noch sichtbar. Viele Schlösser, Burgen und herrschaftliche Ansitze zeugen von der einstigen Bedeutung des Sees und seiner Umgebung und gehören heute zu den Hauptsehenswürdigkeiten.
Castello di Arco
Das Schloss Castello di Arco befindet sich hoch oben auf einem steilen Felssprung. Über drei verschiedene Wege kommt man zum Schloss, das im Mittelalter Sitz der Grafen „Conti d’Arco“ war. Oben eröffnet sich den Besuchern eine weite sonnige Terrasse, der „Prato della Lizza“, ein herrlich grüner und fruchtbarer Sonnenbalkon über dem glitzernd blauen Gardasee. Sehenswert im Schloss sind die „Torre Grande“, die „Prigione del Sasso“ und die „Sala degli Affreschi“.
Castel Penede
Vom Schloss Penede bei Torbole sind heute leider nur noch Ruinen zu sehen. Einst befand es sich an jener Straße, die das Vallagarina mit dem Garda Trentino verband. Gerade wegen dieser strategisch wichtigen Lage ist das Schloss um 1700 von französischen Truppen zerstört worden. Die Burg, so dokumentieren Schriften aus dem 17. Jahrhundert, diente nur militärischen Zwecken, hatte einen Pulver- und Wachturm, eine venezianische Bastei, eine Zugbrücke, ein Glockenzimmer, eine Kapelle und Werkstätten. Wer das Schloss Penede besichtigen möchte, kommt von der Festung Nago über einen Panoramaweg zu den Ruinen.
Castello di Drena
Ähnlich wie beim Castello Penede sind auch beim Castello di Drena nur noch Mauerreste übrig. Ungewöhnlich ist jedoch der 25 m hohe Schlossturm, der heute noch so gut erhalten ist, dass man ihn besteigen und von oben die herrliche Aussicht auf die Sarca Ebene und das Cavedinetal bewundern kann. Zu sehen gibt es außerdem – das Schloss wurde im Zuge von Auseinandersetzungen 1703 von den Franzosen zerstört und später von der Provinz Trient aufwendig restauriert – eine ghibellinische Ringmauer, die Reste des gräflichen Palastes, eine kleine Kapelle sowie weitere kleinere Gebäude.
Castello Scaligero
In Sirmione steht das berühmte Castello Scaligero, das im 13. Jahrhundert erbaut wurde. Über eine Zugbrücke gelangt man in die gut erhaltene Burganlage, die von allen Seiten vom Wasser des Gardasees umgeben ist. Das Schloss hat jede Menge Zinnen und Türme und zählt zu den wichtigsten und größten mittelalterlichen Wasserfestungen im gesamten Gardasee-Raum.
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