Sehenswürdigkeiten in Garda am Gardasee
Palazzo del Capitano della Serenissima
Die gotischen Spitzenbogenfenster verraten es: Der reizende Palazzo stammt aus venezianischer Zeit. Er war der Sitz des Beamten der "Serrenissima", wie Venedig genannt wurde, der dem Rat der Uferstädte vorstand. Ursprünglich befand sich direkt davor der Hafen (so wie es noch in Lazise zu sehen ist), doch das alte Becken wurde für einen Platz aufgeschüttet, auf dem sichnun ie Fußganger tummerln: Plazza Catullo.
Rocca di Garda
Das Wort Garda leitet sich vom germanischem "wardon" ab, das beobachten bedeutet, wie im Wort "Warte" noch zu erkennen ist. Und von dieser hohen Warte- der Felsen liegt 200 m über dem See- hat man einen guten Ausblick. Heute erfreut das die Besucher, früher war daran den Herrscharen gelegen, die mit der Burg eine für Jahrhunderte uneinnehmbare Festung gebaut hatten. Hinter der Pfarrkirche Santa Maria Maggiore führt ein ausgeschilderter Wanderweg auf die Burg, von der nur noch wenige Mauerreste zu sehen sind. Auffällig: ein gemauerter Sitzplatz, fast wie ein Thron.
Santa Maria Maggiore
Die Pfarrkirche Gardas liegt außerhalb der ursprünglichen Stadtmauern. Vermutlich war der langobardische Vorgängerbau aus dem 8. Jh.die Burgkapelle, denn die Kirche liegt direkt unterhalb der Rocca. Sehenswert ist der Kreuzgang aus dem 15. Jh.
Cimitero Militare Tedesco – Deutscher Soldatenfriedhof
In Costermano, 4 km im Hinterland, befindet sich ein deutscher Soldatenfriedhof aus dem zweiten Weltkrieg, der drittgrößte Italiens. 22.000 Tote ruhen hier, gefallen an verschiednen orten in Norditalien. Man fährt kurz vor Beginn des Ortes rechts ab (ausgeschildert).
Eremo di Rocca
Die Einsiedelei der Kamaldulenser, erbaut 1673, erreichen Sie in einer einstündigen Wanderung von Garda (von der Rocca di Garda in einer Viertelstunde). Das Kloster wird heute noch von zehn Kamaldulensermönchen, einem Unterorden der Benediktiner, bewohnt.
Orto Botanico di Monate Baldo
Ein botanischer Garten, der an Stellen eines alten Forstgartens errichtet wurde. Auf die Einfuhr von Pflanzen aus anderen Breitengraden wurde verzichtet, es gibt nur heimische Arten. Damit will man der reichen Flora des Monte Baldo gerecht werden, der auch Garten Europas genannt wird.
Punta San Vigilio
Die Halbinsel liegt gleich westlich von Garda. Ein großer Olivenhain säumt die reizende Bucht Baia delle Sirene, dort können Sie baden zum Luxuspreis. Es gibt auch ein Kinderunterhaltungsprogramm. Nördlich davon gibt es einen freien Strand mit ziemlich vielen Felsen. 1540 baute der berühmte Festungsbaumeister Michele Sanmicheli auf der Landzunge die Villa Guarienti-Brenzone.
San Zeno di Montagna
Eine aussichtsreiche Straße führt von Garda über Costermano ins 25 km nördlich gelegenen Bergdorfs San Zeno. Die Fahrt lohnt sich vor allem, wenn Sie vorzüglich speisen möchten, denn einkehren kann man hier vom Feinsten: in der an einer Haarnadelkurve gelegenen Casa degli Spiriti. Wunderschön ist der Ausblick von Speisesaal und Terrasse hinunter auf den See, die Küche ist mehrfach ausgezeichnet. San Zeno ist kein beschauliches Bergdorf, wie der weite Weg vermuten lässt, sondern ein Wintersportort.


