Sehenswürdigkeiten in Desenzano am Gardasee


Lungolago Cesare Battisti
Wer hier entlangpromeniert, hat einen schönen Blick auf den See - und die Motorboote, die in diesem Teil des Sees manchmal mit erheblicher Geschwindigkeit umherbrausen.

Santa Maria Magdalena
Die Hauptkirche Desenzanos stammt aus dem 16. Jh. und ist ein Werk des Architekten Giulio Todeschini. Die reichen Bürger von Desenzano konnten sich Gemälde von den bekanntesten Künstlern ihrer Zeit leisten; so zählen zu den Sehenswürdigkeiten in der Ausstattung Gemälde von Zenone Veronese und Andrea Celesti. Berühmt ist Giambattista Tiepolos (1696-1770) "Letztes Abendmahl".
Piazza Malvezzi

Villa Romana
Der Schreiner Emanuele Zamboli dürfte wenig erfreut gewesen sein: Als er 1921 mit dem Bau seines Hauses beginnen wollte, stieß er auf die Überreste eines 100m² großen römischen Gutshofs. Er gilt als wichtiges Beispiel dieser Wohnform in Norditalien. Interessant sind die Bodenmosaiken sowie die Hohlraumheizungsanlagen, ein früher Vorläufer heutiger Fußbodenheizungen.

Solferino und San Martino della Battaglia
Die Gegend um den Gardasee war immer wieser Schauplatz erbitterter kriegerischer Auseinandersetzungen. Zu den schlimmsten Schlachten gehörten die von San Martino della Battaglia und Solferino. Beide Orte liegen einige Kilometer südlich von Desenzano. 1859 siegte hier das Risorgimento, die italienische Einigungsbewegung, gegen die Armee des österreichischen Kaiser Franz Josepf – doch auf dem Schlachtfeld lagen 25.000 Tote. Außerdem, und das machte Solferino weltweit bekannt, lagen 10.000 verwundete Soldaten auf der Erde, denen niemand half. Der Schweizer Geschäftsmann Henri Dunant war von diesem Anblick so erschüttert, dass er das Rote Kreuz gründete, ursprünglich eine Hilfsorganisation für Kriegsverletzte. In der Kirche San Pietro in Solferino sind 7.000 Schädel aufbewahrt und gemahnen an den Schrecken der Krieg. In San Martino ragt ein 74 m hoher Gedenkturm auf. In seinem Inneren erzählen Fresken die Geschichte des Risorgimento.