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Strada della Forra

Tremosine kann mit einer der aufregendsten und aussichtsreichsten Straßen des Gardasees aufwarten. Blickt man vom Ufer hinauf, scheint es fast unmöglich, dass ein Weg hier bis nach Pieve führt. Eine Gruppe von Häusern reiht sich dort oben genau auf dem steil abfallenden Rand der Hochebene auf.

Das Dörfchen Pieve in Tremosine befindet sich rund 350 m über dem Wasserspiegel. Einst war die Ortschaft über einen steilen Pfad mit dem Hafen verbunden, sodass die Menschen Holz, Kohle, Öl und Getreide auf ihren Schultern transportieren mussten. Daneben gab es nur einen weiteren Verbindungsweg, der über den See nach Desenzano, Torbole und Bardolino führte. Während ihnen dabei in der Vergangenheit nur einfache Boote und Kähne zur Verfügung standen, kamen am Gardasee bereits am Beginn des 19. Jahrhunderts die ersten Dampfschiffe auf.

Die Straße, über die man heute nach Pieve gelangt, wurde 1913 von Arturo Cozzaglio im Auftrag von Giacomo Zanini, dem damaligen Pfarrer von Vesio, geplant. Dieser erste ausgebaute Weg, der von da an den Hafen mit dem Ortszentrum verband, wurde Strada della ForraStraße der Schlucht – genannt. Sie führt nämlich durch die Felsspalten und Einschnitte, die sich der Wildbach Brasa gebahnt hat.

Autor: Sandi Gasser

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