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Das Schloss von Arco

Das Castello di Arco befindet sich auf einem Felsvorsprung über dem gleichnamigen Ort unweit des Gardasees. Hier scheint es noch heute über das Sarcatal zu thronen. Im Norden fällt der Schlossfelsen steil ab, während er sich im Süden etwas sanfter an die umliegende Landschaft schmiegt und somit Besuchern den Aufstieg erleichtert.

Über einen 120 Höhenmeter überwindenden Fußweg erreicht man das Schloss – den einstigen Sitz der Grafen von Arco. Hier eröffnet sich eine weite sonnige Terrasse, der „Prato della Lizza“, eine herrlich grüne Anlage hoch über dem glitzernden Gardasee. Besonders sehenswert sind hier der große Turm, das Felsengefängnis und die Sala dei Giochi (Saal der Spiele) mit einem Freskenzyklus aus dem Jahr 1380, der verschiedene Spiel- und Ritterszenen illustriert.

Die Geschichte der Burg reicht rund 1000 Jahre zurück. Die Goten sollen den Renghera-Turm mit Ringmauer schon um 500 errichtet haben. Um 1124 erbauten schließlich die Arcos an dieser strategisch günstigen Lage ihre Festung. Die Arcos waren für ihre Skrupellosigkeit und Machtgier bekannt. Sie bedienten sich Mitteln wie Gewalt, Intrigen, Verrat und Fälschungen um ihre Herrschaft immer weiter auszubreiten. Die Burg war damals ein äußerst beliebtes Objekt und wurde im Laufe der Jahrhunderte immer wieder bitter umkämpft.

1495 verewigte Albrecht Dürer die Burg während seiner Italienreise. In seinem Aquarell hebt er besonders den südländischen Charakter hervor, der die Burg – von Zypressen, Olivenbäumen und Steineichen umgeben – noch heute auszeichnet.

Im 16. Jahrhundert beruhigte sich schließlich das allgemeine Interesse an der Burg. Die Lage auf dem steilen Felsen erschien nun nicht mehr als ideal. Stattdessen wurden Ansitze zu Füßen der Festung, am Ufer des Sees gebaut. Nachdem ein Brand die Burg 1542 größtenteils zerstörte, wurde sie vorwiegend von Banditen als Unterschlupf genutzt. 1703 machte der französische General Vendôme im Rahmen eines französischen Feldzuges kurzen Prozess mit der Banditenburg und ordnete ihre Sprengung an. Die 700 Männer, die Zuflucht in dem Gemäuer gesucht hatten, wurden ausgehungert und mussten letzten Endes kapitulieren.

Die Burgruine kam 1982 in den Besitz der Gemeinde von Arco. Mit der Unterstützung der Provinz Trient wurde sie wieder hergestellt und ist heute für die Öffentlichkeit zugänglich.

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