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Umrundung des Gardasees auf dem Motorrad

Der Klassiker unter den Touren am See ist die Umrundung des Gardasees: 160 Kilometer Uferstraße, mal eng vorbei an steilen nicht selten von Kletterern gespickten Wänden, durch eindrucksvolle Tunnel hindurch, mal gemächlich dahin neben dem glitzernden Blau mitsamt seinen Stränden und Seepromenaden.

Die Strecke ist gesäumt von Palmen, Zypressen und romantischen Uferstädtchen wie Torbole, Malcesine, Lazise, Sirmione, Toscolano-Maderno und Limone. Das Ostufer reizt mit einem fantastischen Ausblick und das Westufer mit der wohl spektakulärsten Straße des Gardasees, der legendären “Gardesana Occidentale“.

Die insgesamt 160 Kilometer um den See sind unter Berücksichtigung der Geschwindigkeitsbegrenzungen, ohne Zwischenstopp, in rund vier Stunden zu schaffen. Auf dem Weg gibt es einige sehenswerte Städte und Dörfer, die sich wunderbar als Etappenziele eignen.

Wer im Norden startet, findet dort bereits das erste sehenswerte Ziel: Nago-Torbole, eine wunderschöne, farbenfrohe Hafenstadt, die dank ihrer Windbedingungen als Mekka für Surfer gilt. Die Stadt bietet einen Badestrand und tolle Ausblicke auf die Umgebung. Von hier beginnt eine weitere mögliche Tour, hinauf in die Höhen des Monte Baldo.

Die nächste Etappe geht bis Malcesine. Die eindrucksvolle mittelalterliche Burg wurde einst Goethe zum Verhängnis, der beim Skizzieren derselben der Spionage bezichtigt wurde. Dank seinen ausführlichen Erzählungen über das Leben der noblen Gesellschaft in seiner Heimatstadt Frankfurt wurde jedoch bald klar, dass er nicht wie angenommen ein österreichischer Feind war, sondern tatsächlich ein gelehrter Frankfurter, der aus Bildungszwecken auf Reisen war.

Vorbei an der jugendlichen Stadt Bardolino im gleichnamigen Weinanbaugebiet, liegt weiter im Süden die wunderschöne Altstadt von Lazise. Inmitten eines Gebietes voller Olivenhaine warten ausgezeichnete Restaurants, Trattorie, Osterie sowie Eisdielen mit dem wohl köstlichsten Eis der Gegend. Die Stadt lädt zum Schlendern und Bummeln ein und bietet einen traumhaften Sandstrand zum Baden. Nicht vergessen: als Souvenir eine Flasche mit Olivenöl aus Lazise mitnehmen!

Am südlichen Ufer des Gardasees haben Sie die Gelegenheit einen kurzen Umweg in die hügelige Weinlandschaft des Valpolicella oder zur sehenswerten Stadt Valeggio sul Mincio, die als Heimat der Tortellini gilt, zu machen. Wenn Sie eine Vorliebe für alte militärische Anlagen und Festungen haben, sollten Sie unbedingt einen Zwischenstopp in der Hafenstadt Peschiera einlegen um in einem Café in der Altstadt den Ausblick zu genießen.

Einen guten Einblick in das städtische Leben der Gardasee-Bewohner erlangen Sie hingegen in der wenig touristischen Stadt Desenzano. Mit ihren zahlreichen Bars und Restaurants in der malerischen Altstadt, ist sie der ideale Rastplatz für alle, die sich in belebten Zentren wohlfühlen.

Der nächste Stopp liegt am Westufer: Toscolano-Maderno am Eingang zum Papiermühlental. Einst Ursprung des wohl feinsten Papiers in Europa, zeugen heute die Ruinen der Papiermühlen am Fluss Toscolano noch von der Blütezeit im Mittelalter. Das historische Papiermühlental ist über einen Wander- oder Radweg erreichbar. 

Vergessen anzuhalten? Kein Problem, eine Rast in Gargnano ist mindestens genauso schön. Der malerische Ort beeindruckt mit seiner Ursprünglichkeit und scheint noch größtenteils vom Tourismus verschont geblieben zu sein. Von hier ist es nicht mehr weit und die Runde schließt sich. Nun, zu viel versprochen?

Falls Sie Ihnen die gesamte Umrundung zu lange dauert, oder Sie sich in einer der wunderbaren Ortschaften oder an einem gemütlichen Strandabschnitt an der Strecke länger aufhalten möchten, können Sie die Tour durch die Überfahrt mit einer Fähre abkürzen.

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