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Museum MuSa in Salò – Gardasee

Seit Juni 2015 beherbergt Salò ein Museum, das die Geschichte des Ortes und dessen Besonderheiten erzählt. Hier werden den Besuchern der kulturelle Hintergrund und die wahre Identität der Stadt nähergebracht.

Das Museum ist in verschiedene Bereiche gegliedert, die dennoch alle gemeinsam auf die Thematisierung der Stadt Salò zurückführen. Das Museum fügt sich perfekt in die Landschaft, die es umgibt, ein und befindet sich somit in einem stetigen Dialog mit der Stadt und dem Gardasee.

Der Aufbau des MuSa besteht aus drei Ebenen, welche innerhalb der ehemaligen Kirche von Santa Giustina und des Somasker-Internats errichtet wurden. Der Komplex wurde im Jahr 1587 erbaut und diente bis 1773 als Internat des Somasker-Ordens. Später wurde das Gebäude stets zu Bildungszwecken genutzt. Es beherbergte bis vor Kurzem beispielsweise technische Fachschulen.

Zwischen 2005 und 2009 wurde der Komplex dann rundum renoviert und der Innenbereich wurde Besuchern zugänglich gemacht. Das Erdgeschoss beherbergt für gewöhnlich zeitgenössische Ausstellungen. Außerdem erleichtert ein informativer Rundgang den Zugang für sehbehinderte und blinde Besucher.

In den zahlreichen und großzügigen Sälen des MuSa werden die Besucher mittels eines historischen und thematischen Rundgangs an den verschiedene Kunstwerken, Streichinstrumenten, antiken Maschinen, Sammlungen und auch Mumien vorbeigeführt. Im Innenhof finden zudem das ganze Jahr über Konzerte, Shows, Treffen und Ausstellungen statt.

Der historische Rundgang im MuSa

Im ersten Stock erfahren die Museumsbesucher mehr über Salò und die Geschichte der Stadt, vom Humanismus, über die wichtigsten historischen Taten des Gasparo Bertolotti und den Mythos des Geigenbaus, bis zu den großen Wissenschaftlern, die in der Stadt geboren wurden. In den angrenzenden Sälen wird die Blütezeit von Salò zur Zeit des Mittelalters und der Republik von Venedig veranschaulicht. Im zweiten Stock hingegen erzählen die ausgestellten Objekte und Kunstwerke von den Kämpfen des italienischen Risorgimento im Anschluss zur Republik von Venedig, bis hin zur Geburtsstunde des Fremdenverkehrs und zur Zeit Gabriele d’Annunzios.

Die Republik von Salò

Die Stadt Salò war in den Jahren der Italienischen Sozialrepublik Schauplatz vieler tragischer Geschehnisse. Mittels eines multimedialen Rundgangs aus Informationstafeln und Videos, wird den Besuchern die Geschichte Italiens und Salòs nach dem 8. September nähergebracht. Dabei handelt es sich um die Kämpfe und die Erlebnisse all jener, die nach diesem Datum dem Heer der Sozialrepublik und den Partisanen, die für die Freiheit kämpften, beigetreten sind. Die Erzählung wurde von Roberto Chiarini ausgearbeitet und basiert ausschließlich auf Erzählungen, nicht auf materiellen Zeugnissen. Vier Zeitzeugen legen ihre Erlebnisse dar und erzählen aus zwei Sichtweisen von diesem Krieg, der Italien auch weit über den 25. April 1945 zerrissen hat.

Wissenschaftliche & künstlerische Sammlungen

Neben dem historischen Überblick über die Stadt Salò, werden im Erdgeschoss des Museums die antiken Instrumentarien der Wetter- und Erdbebenwarte Pio Bettoni in Salò ausgestellt, welche 1877 gegründet wurde und noch heute besteht. Die Ausstellungsobjekte ermöglichen es, die Entwicklung der Beobachtung und der Registrierung der Daten der meteorologischen und seismischen Phänomene nachzuverfolgen. Die Ausstellung reicht von den Instrumenten aus dem 19. Jahrhundert bis zu den modernen elektronischen Sensoren. Weiters können die Besucher die Sammlung von anatomischen Präparaten des Arztes Giovan Battista Rini (1795-1856) bewundern und natürlich auch seine Versuche der Versteinerungs-Technik mit Hilfe von speziellen chemischen Verbindungen.

Kunst-Interessierte sollten sich auf keinen Fall die Gemälde, Manuskripte und Skulpturen aus verschiedenen Epochen entgehen lassen. Außerdem sind zahlreiche Musikinstrumente wie Geigen und Kontrabässe ausgestellt, die zusammen mit berühmten Musikern aus der Umgebung im Laufe der Jahrhunderte in Salò, im gesamten Italien und über die Staatsgrenze hinaus einen hohen Bekanntheitsgrad genießen durften.

Weitere Informationen:
www.museodisalo.it

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