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Festa dell’Olio Nuovo am Gardasee

Am Gardasee, am Fuße des Monte Baldo in Brenzone reiht sich ein hundertjähriger Olivenhain an den anderen. Zwischen den weit zerstreuten Weilern, Fraktionen und altertümlichen Kirchen scheinen die Olivenbäume den Einwohnern zahlenmäßig deutlich überlegen zu sein. Kein Wunder, dass man das neue Olivenöl hier jedes Jahr gebührend feiert.

In der Ortschaft Castelletto wird jedes Jahr im November das Olivenfest, la „Festa dell’Olio Nuovo“, veranstaltet. Zu Ehren des qualitativ hochwertigen Öls mit heilender Wirkung gibt es in den Restaurants des Ortes rund einen Monat lang kulinarische Initiativen und Menüs rund um das Neue Öl – auf Italienisch das Olio Nuovo – aus Brenzone. Die Gastronomen des Ortes kreieren Köstlichkeiten wie „Carbonera“: Polenta mit lokalem Käse, angerichtet mit dem kalt gepressten neuen Öl von Brenzone. Das ebenso wertvolle wie wohlschmeckende Olivenöl wird auch gerne auf warmem Brot oder einer köstlichen Bruschetta genossen. Das Highlight des Monats ist die traditionelle Messe „Fiera di Santa Catarina“ am 25. November 2016 in Castelletto, die bereits seit über 120 Jahren veranstaltet wird.

Das hier erzeugte Olivenöl Extra Vergine besitzt die geschützte Bezeichnung Garda DOP (Denominazione d’Origine Protetta) und gilt als eines der hochwertigsten Produkte der italienischen Küche. Es schmeckt am besten frisch gepresst und von Ernte und Herstellung an bis zu 18 Monate haltbar.

Die drei Qualitäten des Olivenöls:

Beim Olivenöl unterscheiden wir erstens das „Extra Vergine“ oder „native Olivenöl Extra“; zweitens das „Vergine“ oder „native Olivenöl“ und drittens das Lampantöl. Für das „Extra Vergine Olivenöl“ müssen die gereiften Oliven frisch vom Baum gepflückt und innerhalb weniger Stunden in einer modernen Olivenmühle verarbeitet werden. Dabei darf es weder zu Fermentationen noch zu Oxidationen kommen. Das Öl darf außerdem nur einen Säuregehalt von 0,8 Prozent aufweisen - ideal ist ein Wert von unter 0,5 Prozent. Ein echtes „natives Olivenöl Extra“ schmeckt leicht bitter und fruchtig. Außerdem verursacht das darin enthaltende Oleocanthal ein Reizen im Hals. Die entzündungshemmende Substanz soll speziellen Krebsarten, kardiovaskulären Leiden sowie Alzheimer vorbeugen.

„Natives Olivenöl“ entsteht aus beschädigten oder nicht ganz frischen Oliven, in einer älteren Ölmühle.

„Lampantöl“ ist bereits an seinem schlechten Geruch und Geschmack erkennbar; es wird chemische raffiniert und erst durch das Beimischen von nativem Olivenöl für den Verkauf freigegeben.

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