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Scaligerburg von Sirmione

In Sirmione, direkt am Gardasee, steht die Wasserburg der Scaligeri, der einstigen Herren von Verona. Sie wurde im 13. Jahrhundert erbaut und präsentiert sich noch heute mit Zinnen-Mauern, Türmen und einer Zugbrücke.

In der Burg, die zu den bedeutendsten mittelalterlichen Wasserfestungen in Europa gehört, sollen sich einst grausame Szenen abgespielt haben...

Über Patariner und Scheiterhaufen

Sirmione war einst das Zentrum der Patariner. Die Patariner waren der Ansicht, dass die Welt vom Teufel und die Seele von Gott geschaffen sei. Im Auftrag des Papstes wurden die damals sogenannten Ketzer oder „Irrgläubigen“ inmitten der Burganlage auf lodernden Scheiterhaufen erbarmungslos verbrannt.

Ein vorbildliches Verteidigungssystem

Heute ist die Burg für die Öffentlichkeit gefahrlos zugänglich und kann wie einst über die Zugbrücke betreten werden. Durch ein Tor, das mit dem Wappen der Stadt Venedig (einem geflügelten Löwen) und dem Wappen der Scaligeri (einer Leiter) versehen ist, kommt man in den Hof – ehemals Beobachtungsposten der Wachen. Durch die Schießscharten war der Ortszugang gut sichtbar. Das gut durchdachte Verteidigungssystem der Festung wird durch ein Zinnen-Mauerwerk, Wehrgänge, Ecktürme und Zugbrücken ergänzt.

Der Hauptturm bietet noch heute einen fantastischen Ausblick über den Hafen und den Gardasee. Sehenswert im Schloss sind die römischen und mittelalterlichen Ausstellungsstücke im Gewölbe rund um den Burghof. Die römischen Relikte beinhalten Reliefs, Mosaike und einen Meilenstein. Die mittelalterlichen Funde stammen von Ausgrabungen des langobardischen Klosters San Salvatore auf dem Cortinehügel.

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