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Das Schloss von Drena

Wer von Sarche aus die kleine Straße nach Riva nimmt, kommt am malerischen Calvedinesee, oder Lago di Calvedine, vorbei. Von hier kommt man zu einem verschlungenen Weg, der hoch hinaufführt zur wildromantischen Burgruine Castello di Drena.

Im Mittelalter befand sich in der stattlichen Burganlage ein wichtiger Stützpunkt. Der 25 Meter hohe Wachturm diente zur Beobachtung des Hauptweges, der die Sarca-Ebene mit dem Cavedinetal verband.

Conti d'Arco

Die Burg gehörte einst den Herren von Sejano und fiel dann in den Besitz der Grafen von Arco. Die Conti d’Arco waren weitum für ihre Gewalttätigkeit und Skrupellosigkeit, sowie für ihre Verbissenheit, mit der sie ihre Macht mit allen Mitteln zu vergrößern wussten, bekannt. Als 1703 ein französisches Heer unter General Vendôme gen Trient zog, wurde das Castello di Drena zerstört. Im selben Zug ließ der General auch den Stammsitz der Conti d’Arco – die Burg von Arco – sowie fast alle Burgen des Gebietes um den Gardasee vernichten.

Sehenswürdigkeiten in der Burg

In den 1980er-Jahren wurde das Gemäuer von der Provinz Trient gründlich saniert und teilweise wieder aufgebaut. Eine Ausstellung berichtet heute über die Geschichte der Burg. Sehenswert sind die ghibellinische Ringmauer, der gräfliche Palast und die kleine Kapelle. Außergewöhnlich gut erhalten ist der 25 Meter hohe Schlossturm. Der ehemalige Wachturm überragt die Anlage und bietet eine herrliche Aussicht auf das Sarcatal mit seinen von eiszeitlichen Gletscherbewegungen glattgeschliffenen Felsen und die Steinwüste der Marocche. Diese eigenartige Landschaft entstand ebenfalls in der Eiszeit, als die Gletscher schwanden und die Bergflanken ins Tal stürzten.

Im Sommer werden hier wie auf vielen anderen Burgen des Trentino und der Gardaseeregion Feste veranstaltet. An besonderen Tagen werden mittelalterliche Märkte organisiert.

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