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Scaligerburg von Malcesine

Die berühmte Scaligerburg von Malcesine steht auf dem einzigen Hügel direkt am Ufer des Gardasees, dicht gedrängt an die Häuser des Ortes am Fuße des Monte Baldo.

Die Burg wurde im 12. Jahrhundert von den einstigen Herren von Verona, den Scaligeri, erbaut. Sie besteht aus drei ummauerten Haupthöfen – einer höher gelegen als der andere. Die Burg ist öffentlich zugänglich und bietet allerlei interessante Ausstellungen und Besonderheiten.

Die drei Haupthöfe

Im untersten Hof liegt der Palazzo Inferiore. Der Palazzo wurde 1620 von Venedig für die Garnison der Stadt errichtet, heute ist er Sitz eines bescheidenen Museums. Es informiert über die Gletscherbewegungen am Seebecken sowie über andere geologische Besonderheiten der Region.

Beim Gang zum nächsten Hof kommt man auf einen wunderschönen Aussichtspunkt oder Balkon. Hier, in einer von den Österreichern errichteten Pulverkammer, befindet sich eine Ausstellung, die Johann Wolfgang von Goethe gewidmet ist. Eine Büste erinnert an die Stelle, an welche der Dichter am 13. September 1786 der Spionage bezichtigt wurde.

Die Kern-Burg mit Palas und Bergfried liegt im dritten Hof. Ein archäologisches Museum zeigt hier antike Funde, Waffen und Dokumente aus der Schifffahrt am Gardasee.

Die Geschichte von Goethe in Malcesine

Goethe verdankt seinen Besuch in der malerischen Hafenstadt Malcesine – wie so vieles im Leben – einem Zufall. Der Wind hatte plötzlich Kurs geändert, und steuerte sein Boot geradewegs nach Malcesine. Zielstrebig stieg dieser auch sogleich hinauf zur Burg und begann zu zeichnen.

„Ich saß nicht lange“, schrieb er später, „so kamen verschiedene Menschen in den Hof herein, betrachteten mich und gingen hin und wider. Die Menge vermehrte sich, blieb endlich stehen, so dass sie mich zuletzt umgab.“

Einer zerriss ihm schließlich die Skizze. Goethe stand unter Verdacht, ein österreichischer feindlicher Spion zu sein. Nach ausführlichen Erzählungen Goethes über die aktuellsten Affären der noblen Frankfurter Gesellschaft wurde schließlich geklärt, dass dieser tatsächlich aus Frankfurt stammte. In späteren Aufzeichnungen zeigte sich Goethe trotz des außergewöhnlichen Zwischenfalls, äußerst angetan vom Ort und dessen Bewohnern.

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